Jörg „Shooter“ Schiesser

Jörg „Shooter“ Schiesser und V8 – das ist keine Phase, das ist eine Lebenseinstellung.
Schon als Junge hat er nicht mit Bauklötzen gespielt, sondern mit Matchbox-Autos. Und zwar nur das gute Zeug: fette Amischlitten, Chrom, Hubraum, lange Hauben. Sein Kinderzimmer war mehr Detroit als Schweiz.
Mit der Ausbildung zum Maschinenmechaniker bei Sulzer kam dann das echte Handwerk dazu. Schrauben statt träumen. Stahl statt Spielzeug. Kurzzeitig ging’s beruflich zu den Schiffsmotoren – grosse Motoren, noch grössere Power. Drehmoment statt Drehzahl. Genau sein Ding.
Aber eigentlich war klar: Das ist nur das Fundament. Die Basis. Für später. Für sein echtes Leben zwischen Ölwanne und Zündfunken.
Der erste eigene Ami?
Ein Ford Fairlane.
Restauriert bis zur letzten Schraube. Kein Showroom-Gebastel – echte Arbeit. Hände dreckig, Nächte lang, Herzblut pur.
Projekt Nummer zwei?
Der absolute Bubentraum: Camaro ’68.
Gekauft in Bananenschachteln. Kein Witz. Mehr Teilehaufen als Auto.
Ein halbes Jahr später: startklar und Vorführbereit
Mit dem Umzug in den Thurgau kam dann die eigene Garage. Eigener Space. Eigene Regeln.
Und ab da ging’s richtig los.
Schrauben bis spät nachts. Flex, Schweissgerät, Hardrock. Nicht nur für sich – auch für Kumpels.
Mittlerweile sind drei Camaros durch diese Garage gegangen. Alle von Grund auf aufgebaut. Alle fahrbereit. Alle mit Seele.
Klar spricht sich sowas rum:
„Shooter, kannst du mir ’nen Motor aufbauen?“,„Boot braucht mehr Dampf.“,„Mein Ami braucht Feuer unterm Hintern.“
Ob Strasse oder Wasser – wenn’s nach Benzin riecht und nach Leistung schreit, landet’s bei ihm.
Denn Shooter baut keine Motoren. Er baut Herzschläge aus Stahl. Und wenn der V8 anläuft, weisst du: Das ist nicht nur ein Motor. Das ist Leidenschaft seit Kindheit.